social media hat seinen sozialen anteil schon längst verloren. es ist ein kanal geworden, der aufmerksamkeit generiert und verkauft und wir, die benutzer sind die ware.
am beginn war facebook für mich wirklich eine möglichkeit mich mit menschen aus dem real life zu vernetzen. neuigkeiten von freunden und bekannten zu erfahren. über veranstaltungen in meinen interessensgebieten. vorbei.
twitter war nie mein fall, zu kurz, zu wenig. dann wurde es x. elon hat es umgebaut. genug gesagt.
instagram für junge frauen und männer ist eine katastrophe. body-issues, toxische maskulinität nur zwei problemfelder die hier florieren. mir schlägt der algorithmus weniger problematisches vor. glück gehabt.
die algorithmen tun was sie tun müssen im auftrag der konzerne, aufmerksamkeit genereieren, die ware der zeit. aufmerksamkeit für maximal drei sekunden.
information vs. wissen. uns stehen alle informationen zur verfügung, aber wir generieren minimal wissen daraus.
zeitverschwendung. ich habe nichts gegen zeitverschwendung. aber wenn das leben nur mehr daraus besteht wirds kritisch. ich habe beschlossen, meine Zeit anders zu verschwenden.
die antwort darauf ist für mich: ich werde eine alte kulturtechnik wieder aufleben lassen - das blogging. in den anfangzeiten des internet weiter verbreitet. persönliche gedanken zum alltag und zur welt. festgehalten auf eigenem grund. unabhängig von konzernen und algorithmen. dazu das anlegen eines digitalen gartens, ein ort zum denken, verknüpfen, verstehen. zur umwandlung von information zu wissen.